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Veröffentlicht am: 07.11.2026
Veröffentlicht am: 07.11.2026
Gefahren frühzeitig erkennen: 105 Einsatzkräfte trainieren am Simulator
Vom 21.10.2026 bis 07.11.2026 stand im Katastrophenschutzzentrum in Hebertshausen die sichere Fahrt zum Einsatz im Mittelpunkt. Insgesamt 105 Einsatzkräfte nutzten den mobilen Einsatzfahrten-Simulator, um sich auf anspruchsvolle Situationen im Straßenverkehr vorzubereiten. In den knapp vier Wochen fanden 19 Ausbildungsdurchläufe statt, geschult wurde in kleinen Gruppen mit bis zu sechs Teilnehmern. Neben Feuerwehrangehörigen konnten auch Angehörige des Bayerischen Roten Kreuzes sowie des THW Dachau das Angebot in Hebertshausen nutzen.Wer ein Einsatzfahrzeug mit Blaulicht und Martinshorn führt, trägt große Verantwortung - für die eigene Mannschaft ebenso wie für alle anderen Verkehrsteilnehmer. Zeitdruck, unübersichtliche Kreuzungen und unerwartete Reaktionen anderer Fahrer verlangen Aufmerksamkeit und besonnenes Handeln. Genau hier setzt das Simulatortraining an: Es bietet die Möglichkeit, kritische Situationen zu üben, das eigene Verhalten zu hinterfragen und geeignete Fahrstrategien zu entwickeln.
Jeder Ausbildungsdurchlauf umfasste vier Unterrichtseinheiten. Zum Einstieg beschäftigten sich die Teilnehmer mit den rechtlichen Grundlagen zu Sonder- und Wegerechten sowie den besonderen Anforderungen einer Einsatzfahrt. Anschließend ging es an den Fahrerplatz des Simulators. Dort lassen sich unterschiedliche Verkehrsräume und Situationen realitätsnah darstellen - vom Annähern an eine Kreuzung über Überholvorgänge bis hin zu plötzlich auftretenden Hindernissen oder unvorhersehbarem Verhalten anderer Verkehrsteilnehmer. Auch wechselnde Sichtbedingungen und das Durchfahren von Verkehrsgassen gehören zu den möglichen Trainingsschwerpunkten.
Im Mittelpunkt steht dabei die Fähigkeit, Gefahren rechtzeitig wahrzunehmen und die eigene Fahrweise darauf abzustimmen. Der geschützte Rahmen der Simulation ermöglicht es, auch schwierige Situationen zu erleben, ohne andere Verkehrsteilnehmer einem tatsächlichen Risiko auszusetzen. Die anschließende Betrachtung der Fahrten bietet Gelegenheit, Entscheidungen nachzuvollziehen und Verbesserungsmöglichkeiten zu besprechen. So wird aus einer virtuellen Einsatzfahrt eine praktische Lernerfahrung für den späteren Einsatzalltag.
Die Bereitstellung der Einsatzfahrten-Simulatoren wird über die Staatliche Feuerwehrschule Regensburg koordiniert. Ihr Schulungskonzept verbindet eine theoretische Einführung mit einem umfangreichen Praxisteil. Dafür werden örtliche Trainer durch Lehrkräfte der Feuerwehrschule in die Bedienung des Simulators und die Durchführung der Ausbildung eingewiesen. Die Schulungen können anschließend vor Ort organisiert und zeitlich an die Möglichkeiten der Teilnehmer angepasst werden.
Auch der Bayerische Rundfunk griff das Ausbildungsangebot auf. In der BR-Abendschau vom 2. November 2026 wurde unter dem Titel „Flott unterwegs: Selbstversuch im Einsatzfahrten-Simulator“ ein Beitrag ausgestrahlt. Der Selbstversuch widmete sich den Herausforderungen am Steuer und der Vorbereitung auf belastende Situationen während einer Einsatzfahrt.
Die Kreisbrandinspektion dankt dem Ausbilderteam sowie Sandra Reichert von der Staatlichen Feuerwehrschule Regensburg für ihr Engagement und die Unterstützung der Ausbildung.
Zum Beitrag der BR-Abendschau: https://www.br.de/br-fernsehen/sendungen/abendschau/as-einsatzfahrten-simulator-100.html

