Aktuelles

zurück
Veröffentlicht am: 28.02.2026

Dekon, Messgeräte und Strahlenschutz - gemeinsame ABC-Ausbildung der Feuerwehren des Grundmoduls

Am vergangenen Samstag (28.02.2026) stand am Katastrophenschutzzentrum alles im Zeichen der ABC-Ausbildung. Rund 50 Feuerwehrdienstleistende aus den Feuerwehren des Grundmoduls Altomünster, Dachau, Hebertshausen, Karlsfeld und Wollomoos nahmen an der gemeinsamen Fortbildung teil. Ziel war es, die Zusammenarbeit zu stärken und die Handhabung spezieller Ausrüstung für Einsätze mit atomaren, biologischen und chemischen Gefahren zu vertiefen.
 
Nach der Begrüßung begann der Ausbildungstag mit einer theoretischen Einweisung. Im Fokus standen die Beladung und Einsatzmöglichkeiten des Abrollbehälters Umwelt (AB-Umwelt) sowie die Gerätschaften für den Strahlenschutzeinsatz. Die Teilnehmenden erhielten einen umfassenden Überblick über die vorhandene Spezialausrüstung und deren sinnvollen Einsatz im Gefahrenfall.
 
Im Anschluss folgte die praktische Stationsausbildung auf dem Hof und in der Fahrzeughalle des Katastrophenschutzzentrums. An mehreren Stationen konnten die Feuerwehrdienstleistenden ihr Wissen vertiefen und die Handgriffe unter realitätsnahen Bedingungen trainieren.
 
Ein Schwerpunkt lag auf dem Aufbau der Dekontaminationsstufen 2 und 3. Hierbei wurde sowohl mit dem Abrollbehälter Umwelt als auch mit dem Dekontaminationsfahrzeug (Dekon-P) der Feuerwehr Altomünster gearbeitet. Schritt für Schritt errichteten die Einsatzkräfte die entsprechenden Dekon-Strecken, bauten Duschzelte, Auffangsysteme und Materialablagen auf. Besonderes Augenmerk galt der klaren Aufgabenverteilung und dem sicheren Ablauf, um im Ernstfall eine schnelle und effektive Dekontamination von Personen oder Einsatzkräften sicherstellen zu können.
 
Eine weitere Station befasste sich mit der Strahlenschutzausrüstung und den entsprechenden Messgeräten. Hier wurden Dosimeter, Kontaminationsnachweisgeräte und weitere Messmittel vorgestellt und praktisch erprobt. Die Teilnehmenden lernten, Messwerte richtig zu interpretieren und geeignete Schutzmaßnahmen abzuleiten.
 
Auch der Umgang mit Prüfröhrchen wurde intensiv geschult. Diese ermöglichen den Nachweis bestimmter gefährlicher Stoffe in der Luft. Unter Anleitung führten die Feuerwehrdienstleistenden Messungen durch und übten die sachgerechte Auswertung der Ergebnisse. Ergänzend dazu stand der Einsatz eines Photoionisationsdetektors (PID) auf dem Ausbildungsplan. Mit diesem Messgerät können flüchtige organische Verbindungen schnell und zuverlässig erkannt werden.
 
Die Ausbildung bot allen Beteiligten eine wertvolle Gelegenheit, ihr Fachwissen im Bereich ABC-Gefahren zu vertiefen und die Zusammenarbeit über die Gemeindegrenzen hinweg zu stärken. Gerade bei komplexen Schadenslagen ist ein eingespieltes Zusammenspiel der Kräfte entscheidend für den Einsatzerfolg.
 
Ein herzlicher Dank gilt allen Ausbildern sowie den unterstützenden Kräften, die zum Gelingen dieses Ausbildungstages beigetragen haben.
Hand in Hand gegen Gefahrgut - Übung der ABC Feuerwehr am Katastrophenschutzzentrum

Hand in Hand gegen Gefahrgut - Übung der ABC Feuerwehr am Katastrophenschutzzentrum
Hand in Hand gegen Gefahrgut - Übung der ABC Feuerwehr am Katastrophenschutzzentrum
Hand in Hand gegen Gefahrgut - Übung der ABC Feuerwehr am Katastrophenschutzzentrum
Hand in Hand gegen Gefahrgut - Übung der ABC Feuerwehr am Katastrophenschutzzentrum
Hand in Hand gegen Gefahrgut - Übung der ABC Feuerwehr am Katastrophenschutzzentrum
Hand in Hand gegen Gefahrgut - Übung der ABC Feuerwehr am Katastrophenschutzzentrum
© Kreisbrandinspektion Dachau - Bgm.-Bartel-Str. 11    85241 Hebertshausen