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Veröffentlicht am: 07.11.2026

Gasmesstechnik im Einsatz: Gefahren erkennen und Messwerte richtig deuten

Am Samstag (07.11.2026) fand im Katastrophenschutzzentrum in Hebertshausen die Ausbildung „Gasmesstechnik und -taktik im Feuerwehreinsatz“ statt. 14 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus den Feuerwehren Karlsfeld, Markt Indersdorf, Odelzhausen, Röhrmoos, Schwabhausen, Sigmertshausen und Tandern vertieften unter Anleitung von Matthias Schorn ihr Wissen über den sicheren und zielgerichteten Einsatz tragbarer Gasmessgeräte.

Messwerte erfassen, ihre Aussagekraft beurteilen und daraus das weitere Vorgehen ableiten - diese Verbindung von Messtechnik und Einsatztaktik stand im Mittelpunkt der ganztägigen Schulung. Matthias Schorn erläuterte verschiedene Anwendungsfälle im Feuerwehralltag und zeigte auf, welche Möglichkeiten direktanzeigende Messgeräte bieten und wo ihre Grenzen liegen. Dabei wurden auch die Geräteeigenschaften und die Funktionsweise der unterschiedlichen Sensoren behandelt.

Ein wesentlicher Teil der Ausbildung widmete sich den Eigenschaften, dem Verhalten und den Gefahren von Gasen und Dämpfen. Neben brennbaren Stoffen standen die Wirkung von Stickgasen sowie die Auswirkungen von Sauerstoffmangel und Sauerstoffüberschuss auf dem Programm. Auch Kohlenmonoxid, Kohlendioxid und Schwefelwasserstoff wurden näher betrachtet. Die Bedeutung der unteren Explosionsgrenze (UEG) und der Messeinheiten Volumenprozent, ppm und %UEG bildete eine weitere Grundlage für das Verständnis der angezeigten Werte.

Für die taktische Beurteilung einer Einsatzlage ist entscheidend, Messergebnisse richtig einzuordnen. Deshalb beschäftigten sich die Feuerwehrangehörigen auch mit Einsatztoleranzwerten und Arbeitsplatzgrenzwerten, der Wahl sinnvoller Alarmschwellen und den daraus folgenden Konsequenzen für das Vorgehen im Einsatz. Ergänzend wurden die rechtlichen Grundlagen, der Umfang und die Bedeutung von Messungen durch die Feuerwehr sowie die nachvollziehbare Dokumentation der Ergebnisse besprochen.

Zur zuverlässigen Nutzung der Geräte gehört ebenso deren regelmäßige Überprüfung. Die erforderlichen Prüf- und Wartungsintervalle waren daher ebenfalls Bestandteil der Schulung. Darüber hinaus erläuterte Matthias Schorn, welche Voraussetzungen für die Durchführung eines Anzeigetests, des sogenannten „Bump-Tests“, erfüllt sein müssen.

Die Ausbildung richtete sich insbesondere an Feuerwehrangehörige, die das erworbene Wissen anschließend als Ausbilder oder Multiplikatoren an ihren Standorten weitergeben sollen. So können die vermittelten Kenntnisse auch in die örtliche Ausbildung einfließen und dazu beitragen, die Handlungssicherheit im Umgang mit Gasmesstechnik weiter zu stärken.

Die Kreisbrandinspektion Dachau bedankt sich bei Matthias Schorn für die Durchführung der Ausbildung sowie bei allen Teilnehmerinnen und Teilnehmern für ihr Engagement und ihre Bereitschaft zur Weiterbildung.
Gasmessgeräte Standortschulung im Landkreis Dachau

Gasmessgeräte Standortschulung im Landkreis Dachau

Gasmessgeräte Standortschulung im Landkreis Dachau
Gasmessgeräte Standortschulung im Landkreis Dachau
Gasmessgeräte Standortschulung im Landkreis Dachau
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